Seelsorge - Krug und Schale

"Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut." (Augustinus)

 

Gutes für die Seele

Oft wird Seelsorge als eine Art "Krisenintervention" in frommem Gewand verstanden.  Das ist wohl auch nicht verkehrt, doch meint Seelsorge so viel mehr. Es dient der Pflege der Seele (hebräisch "näfesch"), stellt sich der Frage: "Was brauche ich, damit ich geistlich  - oder besser noch ganzheitlich - gesund bleibe." Analog zur Salutogenese von Antonovsky beginnt Seelsorge also bei dem, was uns gut tut, uns aufbaut, stärkt - nicht erst bei der Verhinderung von "Katastrophen" im Leben.

Für die einen bedeutet dies, ganz in die Stille einzutauchen, für andere, ein Gespräch zu suchen. Wieder andere benötigen hier kreative und geistliche Impulse (gerne auch miteinander verknüpft) oder einfach "nur" körperliche Bewegung, frische Luft, Raum. 

All das lässt sich hier in Wüstenjerichow gestalten und erleben. 

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weiter gibt, während jene wartet, bis sie erfüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter...

Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle...

Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.

Bernhard von Clairvaux (1090-1153)

 

 

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