Heinz Ottschoffsky

Die Passionszeit begann für mich mit der Nachricht vom Tod des Künstlers und Theologen Heinz Ottschoffsky (1943-2019).

Heinz Ottschoffsky, von seinen Freunden liebevoll Heinz O. genannt, verstarb am Mittwoch den 6. März 2019 - für mich völlig unerwartet - nach kurzer schwerer Krankheit. Die Nachricht von seinem Tod hat mich persönlich zutiefst bewegt - nicht weil ich ihn viele Jahre kannte, nicht weil mich mit ihm eine enge Freundschaft verbunden hätte, sondern weil er in Begegnungen mit Menschen eine Reife und Wärme und zugleich Klarheit des Geistes verköpert hatten, die eben nicht nur faszinierten, sondern berührten.

Der gelernte Silberschmied und spätere Pastor hatte für sich die Kunst - insbesondere die Malerei - in einer persönlichen Lebenskrise wiederentdeckt und mit seinen künstlerischen Werken Menschen inspiriert, sich auf die Suche nach Tiefe und Sinn im Leben zu machen. Heilsam und therapeutisch waren Stimme und Weite des Herzens, nachdenklich und offen seine Gedanken. Als Claudia das Interview mit ihm sah, meinte sie, gerne hätte sie ihn persönlich kennengelernt und fühlte sich von ihm und seinen Gedanken inspiriert. Auch im Blick auf die Gebetsoase wollen wir seine Impulse bewegen.

Zum Genken an Heinz O. stellen wir dieses Interview des Hope Channel mit ihm zur Verfügung und teilen es gerne.

 

 

Ich selbst hatte Heinz O. zum ersten Mal auf einer Gospelnight im Jahre 1976 in Hamburg erlebt, auf der sich ein Lied in mein Gedächtnis eingebrannt hat, das auf dem Gedicht von Nietzsche Die Krähen schrein basierte. Der eindringliche Gitarrenriff, der das Lied über die Einsamkeit eines gottlosen, heimatlosen Menschen einleitete, klingt mir noch heute in den Ohren... Die hier aus eigenem Schmerz formulierten Zeilen spielen auf dieses Lied an - in der festen Überzeugung, dass Heinz O. kein heimatloser, sondern -trotz aller Fragen und Zweifel- ein tief verwurzelter, leidenschaftlicher, liebender Mensch war.

Es ist ein sanfter Schmerz

Die Nachtigallen singen

Sei still, getrost, mein Herz

Lass Freiheit heute klingen

Es ist ein leiser Schrei

Nicht Nietzsches Krähen krächzen

Sei still mein Herz und frei

und lass die Seele ächzen

Die Heimat ist so nah

Die Hoffnung in mir bebe

mein Herz, der Glaube da

mit  Farben  in mir - lebe.

 

 

 

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