Haus in Wüstenjerichow

Nun ist es amtlich.  Wir haben den Standort Wüstenjerichow für die Gebetsoase aufgegeben, nicht aber die Idee, die hinter dem ungewöhnlichen Namen steht, und ganz sicher nicht die Gebetsoase.

Nach dem plötzlichen Tod seiner ersten Frau im Sommer 2016 war Andreas nach Wüstenjerichow als neuem Wohnort geflohen und fand, dass der Name Programm war: Wüste für Einsamkeit, die er in seiner Trauer suchte und in dem unter 100 Einwohner Dorf fand; Jerichow für Verheißung. Auch wenn zwischen "Jerichow" und dem biblischen Jericho kein sprachlicher Zusammenhang besteht, so erinnert doch der Klang des Namens an die Verheißung, neues Land einzunehmen - nach ein paar Runden um die Stadt. :-)

Tatsächlich verwirklichte sich die Verheißung, als Andreas seine Claudia kennen und lieben lernte, heiratete und gemeinsam mit ihr das Konzept der Gebetsoase entwickelte. Doch waren die beruflichen Erfordernisse mit viel Pendelei verbunden und haben manche Pläne und Träume zwar viel ideelle Unterstützung erhalten, mussten wir aber auch erkennen, dass vor allem personelle Unterstützung dafür nötig wäre.

So haben wir - nach einer sehr eindrücklichen Supervision - den Standort Wüstenjerichow aufgegeben, wohnen jetzt gemeinsam in Schönebeck (wo Claudia ja schon länger eine kleine Dienstwohnung hatte), und haben das Haus in Wüstenjerichow Anfang der Woche endgültig geräumt. Dass sich innerhalb kürzester Zeit Menschen fanden, die Interesse an dem Haus zeigten (übrigens ... ohne unser Zutun), sehen wir dabei als Bestätigung und Geschenk Gottes, denn in der Gegend ist es gar nicht so leicht, Grundstücke an den Mann oder die Frau zu bringen. Wir sind jedenfalls dankbar, denn damit ist uns auch eine Last genommen und können wir uns jetzt intensiver und quasi "konsolidierter" um die Anliegen kümmern, die sich für uns mit der Gebetsoase verbinden.

In Zeiten von Corona lernen wir ja allenthalben, mit digitalen Medien das anzubieten, was bisher an feste Räume und leibhaftige Begegnungen gebunden war. Egal ob Lehrveranstaltungen oder Gottesdienste - alles findet gerade virtuell statt. So auch für die Gebetsoase. Die Gebetsoase bleibt ein Angebot insbesondere für Menschen im geistlichen Dienst, sich Pause, Ruhe, Unterstützung zu gönnen, Gespräche zu führen, Fürbitte, Gebet und Segen zu empfangen, sich neu auszurichten und aufzutanken. 

Wüstenjerichow - mit seiner Stille, den vielen zwitschernden Vögeln, den einsamen Pfaden - wird uns beiden als Zufluchtsort und Impulsgeber in guter Erinnerung bleiben.

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